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	<title>Stadtsprachen - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-20T12:23:28Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Klosterstreit&amp;diff=13034</id>
		<title>Klosterstreit</title>
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		<updated>2025-04-15T14:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Auseinandersetzung um die Einrichtung eines Konvents für die Universität Greifswald im säkularisierten Dominikanerkloster handelt es sich um einen &#039;&#039;&#039;sprachhistorisch bedeutenden Einzelfall&#039;&#039;&#039; aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, an dem Methoden der sprachwissenschaftlichen Diskursanalyse für die Sprachgeschichtsforschung erprobt und fruchtbar gemacht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Diskurs wird derzeit sprachwissenschaftlich aufgearbeitet. Erste Publikationen dazu liegen vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, M., &amp;amp; Hinkelmanns, P. (2021). Erhebung und Analyse frühneuzeitlicher Diskurse: Probleme, Grenzen und Perspektiven am Beispiel eines institutionell-universitären Diskurses in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In J. A. Bär (Hrsg.), Historische Text- und Diskurssemantik (Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, Bd. 11, S. 228–249). Berlin – Boston.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niehr, T. (2022). Auswertung von Textkorpora: Eine diskurslinguistische Perspektive. In M. Schulz &amp;amp; L. Kütt (Hrsg.), Sprachgeschichte vor Ort: Stadtsprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Ortspunkt und Sprachraum (Germanistische Bibliothek, Bd. 74, S. 175–191). Heidelberg.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
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		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Ortspunkte_in_Greifswald_als_Schreiborte&amp;diff=13033</id>
		<title>Ortspunkte in Greifswald als Schreiborte</title>
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		<updated>2025-04-15T14:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Städte sind – in überlieferungsgeschichtlicher Perspektive – Text-Räume (Schulz 2021: 183). Sie verfügen über Orte der Textproduktion, der Textaufbewahrung und der Textrezeption. Solche Orte können beispielsweise Kanzleien, Klöster mit Skriptorien und Buchsammlungen, Kirchenbibliotheken, Offizinen, Universitäten oder auch Kontore, Privathaushalte und Gasthäuser sein. Der Ortspunkt Greifswald zeichnet sich „durch die Vielzahl der historischen Orte der Textproduktion und der Akteure der Schriftlichkeit (Rat, Kirchen, Klöster, die herzogliche Kanzlei, die Universität, Privatpersonen) und durch die gute Überlieferungslage (u. a. in Stadtarchiv, Universitätsarchiv, Landesarchiv und Kirchenbibliothek)” (Schulz 2023: 26) in besonderer Weise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klöster und Kirchen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Grauen Kloster”, dem Franziskanerkloster, wurden seit der Gründung „handschriftliche Bücher geschrieben und benutzt” (Geiß 2009: XXXII). Es sind Einbandmakulaturen des 13. und 14. Jahrhunderts überliefert, die ältesten überlieferten Codices stammen aber erst aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
Für das frühe 16. Jahrhundert wird die franziskanische Bibliothek auf etwa 400 Bände geschätzt – es war „die bedeutendste Büchersammlung innerhalb der Stadtmauern” (Geiß 2009: XXXIII). Es gibt in der Klosterbibliothek in Greifswald geschriebene Codices und von außen nach Greifswald gelangte Bestände, unter anderem aus Lübeck, Braunschweig, Magdeburg und Nürnberg (Geiß 2009: XXXV) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibliothek des „Schwarzen Klosters”, des Dominikanerklosters, war deutlich kleiner als die des Franziskanerklosters. Die ältesten überlieferten Codices stammen aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts. Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts umfasste der Bestand der Bibliothek etwa 200 Codices (Geiß 2009: XXXVII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Marien und St. Jakobi verfügten über vorreformatorische Kirchenbibliotheken. Etwa 40 Codices aus St. Marien sind erhalten; von den Beständen aus St. Jakobi verlieren sich die Spuren im frühen 17. Jahrhundert. Vom Vorhandensein von Buchbeständen in St. Nikolai vor der Reformation ist auszugehen, es gibt dazu aber keine Nachweise (Geiß 2009: XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Für die Zeit unmittelbar vor der Reformation kann man von etwa 400 Bänden im Franziskanerkloster, 200 im Dominikanerkloster sowie 40 bis 50 Codices in der Kirchenbibliothek von St. Marien ausgehen (Geiß 2011: 217)” (Schulz 2015: 178).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bibliothek des Geistlichen Ministeriums&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne der Bugenhagenschen Kirchenordnung (1535) wurde auch in Greifswald nach der Auflösung der Klöster der Buchbestand zentralisiert. Die &amp;quot;Bibliothek des Geistlichen Ministeriums&amp;quot; befindet sich in St. Nikolai. &lt;br /&gt;
„Das nur in einer Abschrift des 18. Jahrhunderts überlieferte Verzeichnis von 1599 verzeichnet 296 Bände der Franziskanerbibliothek, nämlich Handschriften und vorreformatorische Drucke&amp;quot; (Geiß 2009: XXXI). Das »Inventarium« von 1602 nennt 241 Druck- und 44 Handschriftenbände aus dem Franziskanerkloster und 178 Bände aus dem Dominikanerkloster (Wilhelmi u. a. 1997: 11) und der Marienkirche. Insgesamt sind am Beginn des 17. Jahrhunderts »mindestens 380 Druckbände und 93 Handschriften« zusammengestellt und inventarisiert worden (Lühder 1908: 33; vgl. auch Fabian 2003). Das ist der erhaltene Bestand der klösterlichen Bibliotheken und der Marienkirchenbibliothek in der Stadt. &lt;br /&gt;
Die Bibliothek wurde nun aber nicht einfach museal konserviert, die Klosterbände bildeten vielmehr im Sinne der Kirchenordnungen den Grundstock einer frühneuzeitlichen protestantischen Spezialbibliothek im Aufbau. Das Inventarium von 1602 zeigt Zukäufe von Beginn an. Gerade in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts wurde massiv ergänzt und modernisiert” (Schulz 2015: 179).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität&lt;br /&gt;
Bereits unmittelbar nach der Universitätsgründung wurden in den Fakultäten eigene Büchersammlungen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchdruck&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Buchdruck setzt in Greifswald 1581/1582 ein: Der zuvor in Rostock tätige Drucker Augustin Ferber d. Ä. wurde als Universitätsdrucker bestellt. Er druckte noch in diesem Jahr volkssprachig (&#039;&#039;&#039;vgl. Buchdruck in Greifswald: [[Buchdruck|Der Buchdruck in Greifswald]]&#039;&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geiß, J. (2009). Mittelalterliche Handschriften in Greifswalder Bibliotheken: Verzeichnis der Bestände der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums (Dombibliothek St. Nikolai), der Universitätsbibliothek und des Universitätsarchivs. Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geiß, J. (2011). Buchhandel, Bettelorden, Büchersammlungen: Erkundungen zur Bibliothekslandschaft im spätmittelalterlichen Greifswald. Quaerendo, 41, 214–224.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold, J., &amp;amp; Magin, C. (2009). Die Inschriften der Stadt Greifswald (Die Deutschen Inschriften, Bd. 77). Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, M. (2015). Stadtsprachen in historischen Bibliotheksbeständen: Stadtsprachliche Varietäten und Schreibsprachwechsel in Greifswald im Spiegel der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums. In A. Karin, S. Ulivi &amp;amp; C. Wich-Reif (Hrsg.), Regiolekt, Funktiolekt, Idiolekt: Die Stadt und ihre Sprachen (Sprache in kulturellen Kontexten, Bd. 1, S. 173–192). Göttingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, M. (2023). Stadtsprachgeschichte und historische Stadtsprachenforschung. Muttersprache, 133(1–2), 12–31.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Buchdruck&amp;diff=13032</id>
		<title>Buchdruck</title>
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		<updated>2025-04-15T14:50:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Buchdruck in Lübeck&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1473 übersiedelte der Merseburger Buchdrucker Lucas Brandis nach Lübeck, „wohl deshalb, weil er in der wohlhabenden Handelsstadt, die bisher noch keine Druckerei besaß, auf bessere Absatzmöglichkeiten hoffte” ([https://www.deutsche-biographie.de/pnd102429642.html#ndbcontent Geldner 1955], Ferdinand, &amp;quot;Brandis, Lucas&amp;quot; in: Neue Deutsche Biographie 2 1955: 525-526 [Online-Version]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchdruck in Mecklenburg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im mecklenburgischen Rostock wurde seit 1476 im Michaeliskloster (Brüder vom gemeinsamen Leben) gedruckt ([https://www.landesmuseum-mv.de/schwarze-kunst-in-mecklenburg-buchdruck-als-erste-medien-revolution/frueher-buchdruck-und-inkunabeln/ Krüger: 2001]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchdruck in Pommern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchdruckgeschichte in Pommern setzt mit Auftragsdrucken aus Leipzig, Nürnberg und Basel für das Bistum und das Hochstift Cammin (Kamień Pomorski) ein. Im Zuge der Reformation werden Drucke u. a. aus Wittenberg bezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1528 ist eine Papiermühle in Hohenkrug (Zdunowo) bei Stettin (Szczecin) nachgewiesen. Eine erste Offizin befand sich in Pommern bei der Residenz Stettin (1533); die Gründung der Druckerei in Barth erfolgte erst nach der Etablierung der Universitätsdruckerei in Greifswald (1584) (vgl. zum Buchdruck in Pommern: Porada 2014). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchdruck in Greifswald&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Greifswald bemühte sich die Universität 1581 um eine eigene Offizin. Der Rostocker Drucker Augustin Ferber konnte 1582 gewonnen werden. Archivalien zur Etablierung der universitären Offizin in Greifswald, unter anderem der Briefwechsel Augustin Ferbers mit der Universität, sind erhalten und werden in „Stadtsprachen vor Ort” berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1700 waren insgesamt sieben Universitätsdrucker in der Stadt tätig: Augustin Ferber der Ältere druckte bis 1602 (175 Drucke nachgewiesen). Ihm folgte sein Sohn Augustin Ferber der Jüngere (185 Drucke). Hans Witte, der möglicherweise zuvor Geselle bei Ferber dem Jüngeren gewesen war, übernahm sodann die Offizin (vgl. Petrick 1991: 261). Er druckte bis zu seinem Tod 1634 456 Titel in der Stadt. Sein Nachfolger wurde Jakob Jäger, der die Witwe Wittes geheiratet hatte. In seiner Wirkphase (1634 – 1659) entstanden 598 Drucke in Greifswald. Jäger hatte, anders als die anderen Drucker, einen Konkurrenten: Zeitgleich mit ihm druckte Otto Reumann (36 Titel) in der Stadt. Dieser war jedoch nicht Universitätsdrucker. Er war der Konkurrenz durch den Universitätsdrucker nicht gewachsen und verließ 1659 die Stadt. Matthäus Doischer übernahm nach Jägers Tod die Offizin und heiratete Jägers Witwe. Zwischen 1659 bis 1682 entstanden in seiner Universitätsdruckerei 682 Drucke. Ihm folgte Daniel Benjamin Starcke, der bis 1730 in Greifswald druckte. Bis 1700 druckte er 568 Drucke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt sind weitere Drucker in Greifswald auszumachen, unter anderem Johann Pepelow und Michael Richter. In ihrem Fall bleibt unsicher, ob sie bei einem anderen Drucker angestellt oder als Winkeldrucker tätig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text erstellt unter Verwendung einer studentischen Hausarbeit von Ronja Möllers, Universität Würzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das VD 16 verzeichnet 172 Drucke mit dem Druckort Greifswald bis 1600 (Stand: 18.02.2025). Latein dominiert erwartbar den Buchdruck. &#039;&#039;&#039;Für das 16. Jahrhundert sind daneben aber auch sechs niederdeutsche, 27 hochdeutsche und 3 schwedische Drucke nachgewiesen (Stand: 18.02.2025):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederdeutsch&#039;&#039;&#039;: VD16 L 186, VD16 G 968, VD16 G 973, VD16 B 4879 (Weitere Nummern: VD16 B 9521, VD16 C 994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochdeutsch&#039;&#039;&#039;: VD16 R 3758, VD16 R 3757, VD16 ZV 31904, VD16 ZV 31044, VD16 P 4141, VD16 W 261, VD16 ZV 10393, VD16 C 2767, VD16 N 1161, VD16 ZV 22400, VD16 R 3751, VD16 R 3756, VD16 R 3750, VD16 R 841, VD16 G 922, VD16 H 2312, VD16 M 1385, VD16 P 1087, VD16 R 3749, , VD16 W 260, VD16 C 2346, VD16 C 2768, VD16 F 2967, VD16 H 2329, VD16 H 2320, VD16 C 5624 (Weitere Nummern: VD16 S 5705).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwedisch&#039;&#039;&#039;: VD16 P 1021, VD16 R 2282, VD16 ZV 23427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gedruckten Autoren sind überwiegend regional zu verorten, die Themen zeigen einen starken Bezug zu Universität und kirchlicher Administration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur zum Buchdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alvermann, D., &amp;amp; Dahlenburg, B. (2006). Greifswalder Köpfe: Gelehrtenporträts und Lebensbilder des 16.–18. Jahrhunderts aus der pommerschen Landesuniversität. Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asche, M. (2007). Funktionen der Universität Greifswald von ihrer Gründung bis zum Ende der schwedischen Herrschaft – eine Überprüfung von historiographischen Attributen. In D. Alvermann, N. Jörn &amp;amp; J. Oelsen (Hrsg.), Die Universität Greifswald in der Bildungslandschaft des Ostseeraums (S. 29–68). Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bake, W. (1934). Die Frühzeit des pommerschen Buchdrucks im Lichte neuerer Forschung: Ein Beitrag zur deutschen Buchdruckgeschichte mit Wiedergabe zweier pommerscher Drucke vom Jahr 1537. Pyritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benzing, J. (1982). Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet (2. Aufl.). Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brüske, W. (1989). Ferber, Augustin, d. Ä. In LGB2 (Bd. II, 2. Aufl., S. 569). Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geiß, J. (2011). Buchhandel, Bettelorden, Büchersammlungen: Erkundungen zur Bibliothekslandschaft im spätmittelalterlichen Greifswald. Quaerendo, 41, 214–224.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldner, F. (1955). Brandis, Lucas. In Neue Deutsche Biographie, 2, 525–526. https://www.deutsche-biographie.de/pnd102429642.html#ndbcontent&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisecke, M. (1991). Der Buchdruck in der frühen Neuzeit: Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kelchner, E. (1881). Höpfner, Michael. In Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), 14, 112–113. Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiesant, K. (1994). Literarische Wechselbeziehungen zwischen Greifswald und Frankfurt/Oder in der Frühen Neuzeit. In W. Kühlmann &amp;amp; H. Langer (Hrsg.), Pommern in der Frühen Neuzeit: Literatur und Kultur in Stadt und Region (Frühe Neuzeit, Bd. 19, S. 45–57). Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosegarten, J. G. L. (1986). Geschichte der Universität Greifswald: mit urkundlichen Beilagen (Teil 1, Neudruck der Ausgabe Greifswald 1856/57). Aalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krüger, N. (2001). 525 Jahre Buchdruck in Rostock: Die Druckerei der Brüder vom Gemeinsamen Leben. http://purl.uni-rostock.de/rosdok/ppn1824402554&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer, H. (1998). Handel und Bildung in pommerschen Seestädten im 16. und 17. Jahrhundert. In K. Garber (Hrsg.), Stadt und Literatur im deutschen Sprachraum der frühen Neuzeit (Frühe Neuzeit, Bd. 39, S. 729–736). Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer, H. (1994). Literatur in Pommern während der Frühen Neuzeit: Voraussetzungen, Erscheinungsbilder, Wirkungsfelder. In W. Kühlmann &amp;amp; H. Langer (Hrsg.), Pommern in der Frühen Neuzeit: Literatur und Kultur in Stadt und Region (Frühe Neuzeit, Bd. 19, S. 3–33). Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mohnike, G. (1840). Die Geschichte der Buchdrucker-Kunst in Pommern. Stettin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrick, C. (1991). Zur Entwicklung der Greifswalder Universitätsdruckerei von ihren Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1581–1648). In W. Wilhelminus (Hrsg.), Pommern. Geschichte – Kultur – Wissenschaft. 1. Kolloquium zur Pommerschen Geschichte. 13. bis 15. November 1990 (S. 258–269). Greifswald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrick, C. (1994). Frauen im Greifswalder Druckgewerbe der Frühen Neuzeit. In W. Kühlmann &amp;amp; H. Langer (Hrsg.), Pommern in der Frühen Neuzeit: Literatur und Kultur in Stadt und Region (Frühe Neuzeit, Bd. 19, S. 313–317). Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Porada, H. T. (2014). Pommern. In Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/regionen/pommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reske, C. (2015). Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet (2., überarb. und erw. Aufl.). Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weismann, C. (1987). Greifswald. In LGB2 (Bd. III, 2. Aufl., S. 251). Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wittmann, R. (1999). Geschichte des deutschen Buchhandels (2. Aufl.). München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;VD 16:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
https://bvbat01.bib-bvb.de/TP61/start.do?View=vd16&amp;amp;SearchType=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;VD 17:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
http://www.vd17.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Stadt-_und_Sprachgeschichte_Greifswalds&amp;diff=13031</id>
		<title>Stadt- und Sprachgeschichte Greifswalds</title>
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		<updated>2025-04-15T14:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Stadtgeschichte, Sprachgeschichte und Stadtsprachgeschichte stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang: Historische Stadtsprachen (als Summe sprachlicher Handlungen, die in einer Stadt realisiert und rezipiert wurden: [[Was ist Stadtsprache?|&amp;lt;span&amp;gt;Was ist Stadtsprache?&amp;lt;/span&amp;gt;]]) sind schriftlich in Texten aus historischen Städten (und ihrem Kontaktumfeld) überliefert.&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Städte sind – in überlieferungsgeschichtlicher Perspektive – Text-Räume (Schulz 2021: 183). Sie verfügen über Orte der Textproduktion, der Textaufbewahrung und der Textrezeption. Solche Orte können beispielsweise Kanzleien, Klöster mit Skriptorien und Buchsammlungen, Kirchenbibliotheken, Offizinen, Universitäten oder auch Kontore, Privathaushalte und Gasthäuser sein. Der Ortspunkt Greifswald zeichnet sich „durch die Vielzahl der historischen Orte der Textproduktion und der Akteure der Schriftlichkeit (Rat, Kirchen, Klöster, die herzogliche Kanzlei, die Universität, Privatpersonen) und durch die gute Überlieferungslage (u. a. in Stadtarchiv, Universitätsarchiv, Landesarchiv und Kirchenbibliothek)” (Schulz 2023: 26) in besonderer Weise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Sehr kurzer) Abriss zu einigen Aspekten der frühen Stadtgeschichte Greifswalds:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vorgeschichte der Gründung Greifswalds steht in Zusammenhang mit Missionierungsaufrufen des 12. Jahrhunderts (sog. &amp;quot;Slawenmission&amp;quot;, Wendenkreuzzug 1147), mit der monastischen Erschließung des südlichen Ostseeraums, mit der Durchsetzung von Herrschaftsansprüchen sowie hochmittelalterlichen Siedlungsbewegungen von Bevölkerungsgruppen aus dem (nieder)deutschen Sprachgebiet in slawisch besiedelte Gebiete (hochmittelalterlicher Landesausbau, sog. „Ostsiedlung”). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 12. Jahrhundert wurden erste Zisterzienserklöster gegründet: 1171 in Doberan (ausgehend von Amelungsborn im Weserbergland), 1172 in Dargun (ausgehend von Esrom auf Seeland). Nach der Zerstörung des Klosters Dargun (1198) siedelten sich die Mönche 1199 an der Flussmündung der Hilda (heute: Ryck) in die Dänische Wiek in der Nähe einer Salzsiedestätte und einer Handelsstraße an. Das Kloster Hilda (seit dem 14. Jahrhundert: Eldena) wurde 1204 durch Papst Innozenz III. bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1241 wurde dem Kloster das Marktrecht verliehen. &#039;&#039;&#039;1248&#039;&#039;&#039; wird ein &#039;&#039;oppidum Gripheswald&#039;&#039; im Besitz des Klosters erwähnt. Der Siedlung wird 1250 das lübische Stadtrecht (durch Wratislaw III. von Pommern) verliehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 50er Jahren des 13. Jahrhunderts kamen Dominikaner (Thümmel 2011: 22; Geiß 2009: XXXVI) und kurz darauf auch Franziskaner (Igel 2010: 5; Herold / Magin 2009: 19) in die Stadt und gründeten Klöster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 werden das Heilig-Geist-Hospital und die Kirche St. Nikolai erstmals erwähnt. St. Jacobi wird 1275, St. Marien 1280 ersterwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rasche Entwicklung der Stadt steht im Kontext der Entwicklungen des 13. Jahrhunderts in Pommern: &amp;quot;Einzelne Städte konnten sich gegenüber der Landesherrschaft weitgehend emanzipieren und spielten eine aktive Rolle in der hansischen Politik. Dazu zählten das zu diesem Zeitpunkt noch rügische Stralsund sowie in Pommern Greifswald, Anklam, Stargard, Kolberg und in gewisser Weise auch Stettin&amp;quot; (Porada 2014).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Greifswald zeigen das u. a. Dokumentationen politischer Bündnisse und Verträge: Die Stadt war am Rostocker Landfrieden (1283) beteiligt, der als eine der Grundlagen für den wirtschaftlichen Aufstieg der Städte an der Ostseeküste gilt. 1310 vereinbarten die Städte Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald ein weiteres Schutzbündnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert sind in Greifswald an den Pfarrkirchen Schulen nachweisbar, die dem Rat unterstanden (Thümmel 2011: 29). Das Rathaus wird 1349 erstmals erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifswald ist im 14. Jahrhundert acht Mal Ausrichter von Hansetagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1370 ist Greifswald als Vertragspartner im Bündnis der Hansestädte am Frieden von Stralsund (24. 5. 1370) beteiligt, in dem die hansischen Handelsprivilegien für alle Städte bestätigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Universität Rostock bereits für einige Jahre in Greifswald Aufnahme gefunden hatte, wurde 1456 in einem institutionellen Zusammenspiel zwischen der Stadt, dem Landesherrn und dem Bischof von Cammin (heute Kamień Pomorski) eine Universität gegründet. Sie war – nach Rostock (1419) – die zweite Universitätsgründung im nördlichen Teil des Heiligen Römischen Reichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität wurde – nach dem Ende der Immatrikulationen 1527 – im Jahr 1539 „mit einem Lehrprogramm nach Wittenberger Vorbild wiedereröffnet” (https://Greifswalder/universitaet/geschichte/chronik-der-universitaet/).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 fand die erste evangelische Predigt in Greifswald statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 zogen sich Greifswald und anderen Hansestädte in Pommern von den Aktivitäten der Hanse zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1631 nahmen schwedische Truppen Greifswald ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorpommern wurde im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges erneut durch die schwedische Armee besetzt. Im Frieden von Osnabrück fiel Greifswald mit Vorpommern an Schweden. Es blieb bis zum Wiener Kongress 1815 schwedisch und ging dann in preußischen Besitz über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Sehr kurzer) Abriss zu einigen Aspekten der frühen Sprachgeschichte Greifswalds:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synchrone und diachrone historische Mehrsprachigkeit ist für die Sprachgeschichte Greifswalds (wie für viele andere Städtegründungen auch) eine relevante Grundlage: Die Bürger der mittelalterlichen Stadt Greifswald kamen (unter anderem) aus dem niedersächsischen und westfälischen Bereich sowie dem Rheinland und aus Flandern. Für die Zeit der Stadtgründung ist daher an gesprochenes Wendisch, Dänisch, Westfälisch, Flämisch, Sächsisch sowie an weitere Regionalsprachen zu denken. Latein bildete eine Überdachung (Mihm 2022: 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In geschriebenen Texten des 14. Jahrhunderts ist in Greifswald – neben Latein – auch Mittelniederdeutsch präsent. Die niederdeutschen Texte entsprechen dabei „keiner der bekannten Regionalsprachen des Altlandes [...], denn neben dem Nordniedersächsischen stimmen die [...] Merkmale teils mit dem Ostfälischen überein[...], teils mit dem Westfälischen [...], teils sogar mit dem Rhein-Maasländischen [...], sodass man ausschließen kann, dass sich eine der Einwanderersprachen gegenüber den anderen durchgesetzt hat” (Mihm 2022: 8). Ähnliche Phänomene sind – zeitlich früher – auch aus Lübeck bekannt. &#039;Lübischer Einfluss&#039; auf die sprachliche Entwicklung in Greifswald ist durch die herausragende politische und wirtschaftliche Lage Lübecks auch für Greifswald (wie für andere Städte der Region) klar erwartbar; es ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht, ob daraus die komplette Übernahme einer &#039;lübischen Vorbildsprache&#039; abzuleiten ist (zur Frage der sog. &#039;lübischen Norm&#039; vgl. man Peters 2022: 42). &lt;br /&gt;
Als gesichert kann die Annahme einer frühen indigenen Mehrsprachigkeit gelten. Ausgleichsprozesse wurden dabei nicht nur über die geschriebene Sprache wirksam: „Dies alles spricht dafür, dass die Greifswalder Führungsschichten sich bei ihren Aufenthalten im damaligen Handelszentrum Lübeck das gesprochene Lübische als Zweitsprache angeeignet haben, sodass die unterschiedlichen Herkunftssprachen Greifswalds auf diesem Wege schrittweise überdacht oder überformt wurden.” (Mihm 2022: 10f.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch von hochdeutschen Varietäten auf der Grundlage oberschichtlicher Fremdsprachenkenntnisse ist auszugehen. „Allerdings hat diese hochdeutsche Zweitsprache das lübisch geprägte Niederdeutsch als offizielle Stadtsprache bis weit ins 16. Jahrhundert niemals in Frage gestellt” (Mihm 2022: 12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufmännische Fremdsprachenkenntnisse („Dänisch, Englisch, Estnisch, Baltisch, Russisch und Polnisch”: Mihm 2022: 15) können ebenfalls angenommen werden. Im 16. Jahrhundert wird in Greifswald auch (punktuell) schwedisch gedruckt (vgl. [[Buchdruck|Der Buchdruck in Greifswald]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreibsprachenwechsel zum Hochdeutschen, „eine großräumige Sprachbewegung, die [...] ein Drittel des deutschen Sprachgebiets erfasste und daher zu Recht als entscheidender Schritt zur Entstehung einer deutschen Standardsprache angesehen wird” (Mihm 2022: 16), zeigt sich in geschriebenen Texten in verbreiteten „Übergangsvarietäten” (Mihm 2022: 20) mit Phänomenen der Sprachmischung seit dem 15./16. Jahrhundert. Der &#039;Sprachshift&#039; erfolgte mit einem mehrere Generationen andauernden Übergangsbereich: Bis ins 17. Jahrhunderts hinein sind als niederdeutsch zu beschreibende Texte bezeugt; erst „um 1660 wurde diese Dreischriftigkeit [d. i.: Niederdeutsch – Hochdeutsch – Latein, M. S.] auf eine hochdeutsch-lateinische Zweischriftigkeit reduziert” (Mihm 2022: 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im historischen Greifswald finden sich viele Schreib- und Aufbewahrungsorte für Texte ( [[Ortspunkte in Greifswald als Schreiborte|&amp;lt;span&amp;gt;Ortspunkte in Greifswald als Schreiborte und Aufbewahrungsorte von Texten&amp;lt;/span&amp;gt;]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Geiß, Mittelalterliche Handschriften in Greifswalder Bibliotheken. Verzeichnis der Bestände der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums (Dombibliothek St. Nikolai), der Universitätsbibliothek und des Universitätsarchivs, Wiesbaden 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Geiß, Buchhandel, Bettelorden, Büchersammlungen. Erkundungen zur Bibliothekslandschaft im spätmittelalterlichen Greifswald, Quaerendo 41 (2011) S. 214–224.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Herold – Christine Magin, Die Inschriften der Stadt Greifswald, Die Deutschen Inschriften 77, Wiesbaden 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karsten Igel, Zwischen Bürgerhaus und Frauenhaus. Stadtgestalt, Grundbesitz und&lt;br /&gt;
Sozialstruktur im spätmittelalterlichen Greifswald, Städteforschung 71, Köln – Weimar – Wien 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arend Mihm, Sprachenvielfalt und kontaktbedingter Wandel. Zum Erkenntniswert der Greifswalder Sprachgeschichte, in: Sprachgeschichte vor Ort. Stadtsprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Ortspunkt und Sprachraum. Hrsg. v. Matthias Schulz – Lukas Kütt, Germanistische Bibliothek 74, Heidelberg 2022, S. 1–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Peters, Stadtsprachenforschung im mittelniederdeutschen Raum. Ein Überblick, in: Sprachgeschichte vor Ort. Stadtsprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Ortspunkt und Sprachraum. Hrsg. v. Matthias Schulz – Lukas Kütt, Germanistische Bibliothek 74, Heidelberg 2022, S. 35–46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haik Thomas Porada, Pommern, in: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2014 (https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/regionen/pommern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Schulz, Stadtsprachen in historischen Bibliotheksbeständen. Stadtsprachliche Varietäten und Schreibsprachwechsel in Greifswald im Spiegel der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums, in: Regiolekt, Funktiolekt, Idiolekt: Die Stadt und ihre Sprachen. Hrsg. v. Anna Karin – Silvia Ulivi – Claudia Wich-Reif, Sprache in kulturellen Kontexten 1, Göttingen 2015, S. 173–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Schulz, Fachsprachen in historischen Stadtsprachen (?). Das Beispiel Greifswald, in: Zur Geschichte der Fach- und Wissenschaftssprachen. Identität, Differenz, Transfer. Hrsg. v. Wolf Peter Klein – Sven Staffeldt, Würzburg 2021, S.181-196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Schulz, Stadtsprachgeschichte und historische Stadtsprachenforschung, Muttersprache 133 1–2 (2023) S. 12–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Georg Thümmel, Greifswald – Geschichte und Geschichten. Die Stadt, ihre Kirchen und ihre Universität, Paderborn 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.uni-greifswald.de/universitaet/geschichte/chronik-der-universitaet/ (14.10.23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführend:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wernicke, H. (Hrsg.). (2000). Greifswald. Geschichte der Stadt. Schwerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mihm, A. (2022). Sprachenvielfalt und kontaktbedingter Wandel: Zum Erkenntniswert der Greifswalder Sprachgeschichte. In M. Schulz &amp;amp; L. Kütt (Hrsg.), Sprachgeschichte vor Ort. Stadtsprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Ortspunkt und Sprachraum (Germanistische Bibliothek, Bd. 74, S. 1–34). Heidelberg.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
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		<title>Was ist Stadtsprache?</title>
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		<updated>2025-04-15T14:44:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Was ist Stadtsprache und was sind Stadtsprachen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Die sprachhistorisch orientierte Stadtsprachenforschung geht traditionell&#039;&#039;&#039; – und verstärkt seit der Gründung des Internationalen Arbeitskreises Historische Stadtsprachenforschung (http://stadtsprachen.germanistik.uniwuerzburg.de) in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts – &#039;&#039;&#039;von einer weiten Definition historischer Stadtsprache aus&#039;&#039;&#039;, die als ein „Ensemble aller zu einer Zeit aktiv verwendeten und miteinander verwandten Varietäten” (Hoffmann / Mattheier 1985: 1838) gesehen wird und „materialorientiert[]” in „lokalen Fallstudien” (die sodann „untereinander „vernetzt” werden” müssen) (Maas / Mattheier 1987: 230) zu untersuchen ist.&lt;br /&gt;
Historische Städte werden damit als differenzierte und zu differenzierende sprachliche Handlungs-Räume verstanden. Städtischen Akteuren wird die Verfügbarkeit und die Nutzung unterschiedlicher Register, Varietäten und Sprachen zugesprochen (Man vergleiche dazu auch das vielzitierte Kreismodell D. Cherubims zu Braunschweig mit dem Eintrag der ‚Spezialsprachen‘: Cherubim 1987; das Modell wird (unter anderem) bei Hünecke/Jakob 2010: 289 und Mihm 2001: 264&lt;br /&gt;
aufgegriffen).” (Schulz 2021: 182).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Wir&#039;&#039;&#039; fassen im Wiki-System den Gegenstand mit Walther Hoffmann und Klaus Mattheier weit auf und &#039;&#039;&#039;gehen davon aus, dass alles, »was in der Stadt zu einer bestimmten Zeit sprachlich präsent« gewesen ist, »den Sprachgebrauch oder besser die Sprachpraxis der Stadt« (Hoffmann/Mattheier 1985: 1838) abbildet&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
Dazu nehmen wir für den Ortspunkt Greifswald im stadtsprachgeschichtlich weitgehend unerforschten Nordosten des Sprachgebiets Handschriften, Drucke und Inschriften bis etwa 1700 in den Blick.” (Schulz 2023: 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Greifswald Digital heißt das:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit dem Gegenstand Stadtsprache meinen wir das Varietätengefüge von Stadtsprachen im Kontext einer historischen Stadt. Dazu nehmen wir die in Handschriften, Drucken und Inschriften nachweisbare Produktion und auch die nachweisbare Rezeption von Texten in der Stadt vom 14. – 17. Jahrhundert in den Blick. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Produktion in der Stadt &#039;&#039;&#039;umfasst Texte, die dort produziert (also geschrieben, gedruckt, gemeißelt ...) wurden. Solche Texte wurden zu einem großen Teil auch in der Stadt rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezeption in der Stadt&#039;&#039;&#039; umfasst Texte, die außerhalb der Stadt produziert (also geschrieben, gedruckt) wurden, aber im Untersuchungszeitraum nachweislich dorthin gelangt sind und dort rezipiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die historische Stadt wird damit&#039;&#039;&#039; nicht künstlich als abgeschlossene Einheit modelliert, sondern &#039;&#039;&#039;als historische Größe mit zahlreichen interpersonalen, interinstitutionellen und auch textuellen Außenkontakten verstanden, die sich im stadtsprachlich-volksprachigen Textkosmos spiegeln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns ist natürlich klar, dass selbst dieser für sich bereits riesige Bereich grundsätzlich nur einen Ausschnitt darstellen kann: Für ein runderes Bild fehlen natürlich ganz erhebliche Bereiche der Mehrsprachigkeit in einer historischen Stadt über das Deutsche hinaus, nämlich lateinische Texte sowie speziell in unserem Fall für die Geschichte der Region auch schwedische Texte.” (Schulz 2023: 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für solche Bereiche suchen wir Kooperationspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cherubim, D. (1987). Mehrsprachigkeit in der Stadt der frühen Neuzeit am Beispiel Braunschweigs und Herrmann Botes. In D. Schöttker &amp;amp; W. Wunderlich (Hrsg.), Hermen Bote. Braunschweiger Autor zwischen Mittelalter und Neuzeit (S. 143–157). Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffmann, W., &amp;amp; Mattheier, K. J. (1985). Stadt und Sprache in der neueren deutschen Sprachgeschichte: Eine Pilotstudie am Beispiel von Köln. In Sprachgeschichte. Ein Handbuch (Bd. 1, S. 1837–1864).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hünecke, R., &amp;amp; Jakob, K. (2010). Die Entfaltung der deutschsprachigen Schriftlichkeit in der Stadt des Spätmittelalters und in der frühen Neuzeit. Ein Projektentwurf. In C. Moulin, F. Ravida &amp;amp; N. Ruge (Hrsg.), Sprache in der Stadt. Akten der 25. Tagung des Internationalen Arbeitskreises Historische Stadtsprachenforschung. Luxemburg, 11.–13. Oktober 2007 (S. 282–296). Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maas, U., &amp;amp; Mattheier, K. J. (1987). Zur Erforschung historischer Stadtsprachen. Zeitschrift für deutsche Philologie, 106, 227–246.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, M. (2023). Stadtsprachgeschichte und historische Stadtsprachenforschung. Muttersprache, 133(1–2), 12–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, M. (2021). Fachsprachen in historischen Stadtsprachen (?). Das Beispiel Greifswald. In W. P. Klein &amp;amp; S. Staffeldt (Hrsg.), Zur Geschichte der Fach- und Wissenschaftssprachen. Identität, Differenz, Transfer (S. 181–196). Würzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mihm, A. (2001). Oberschichtliche Mehrsprachigkeit und &amp;quot;Language Shift&amp;quot; in den mitteleuropäischen Städten des 16. Jahrhunderts. Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 68, 257–287.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Materialit%C3%A4t&amp;diff=13010</id>
		<title>Materialität</title>
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		<updated>2025-04-08T16:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Materialität|page-text=&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schrift ist in der analogen Welt an einen Schriftträger gebunden – an den Werkstoff, auf den ein Text geschrieben, gedruckt, geritzt, gemeißelt, geprägt oder gemalt wurde. Das hat Konsequenzen für die Stabilität und Dauerhaftigkeit eines Textes. Es beeinflusst die Textplanung und die mit der Textproduktion verfolgten Intentionen und Interessen. Es prägt überdies die Formen und Funktionen von verwendeten sprachlichen Formen und Muster.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialität der Texte und ihre Sichtbarkeit im Raum hängen unmittelbar zusammen. Damit sind Fragen zu kommunikativen Funktionen der Texte ebenso verbunden wie Untersuchungen zu Wahrnehmungspraktiken der Texte. Denkt man an Texte der Gegenwart in digitalen Medien, dann stellen sich alle diese und auch noch weitere Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beschäftigt sich mit analogen Texten auf allen denkbaren Materialien – und natürlich auch mit digitalen Texten. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Kriterium der Materialität, der damit verbundenen Sichtbarkeit und der Placemaking-Funktionen von Text und Schrift im öffentlichen Raum für textlinguistische, soziolinguistische, raum- und diskurslinguistische Untersuchungen zur urbanen Kommunikation relevant (vgl. [[#warnke-busse|Warnke – Busse 2014]]; [[#schiewer|Schiewer 2020]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... spielt Materialität seit Langem eine herausragende Rolle. Paläographie, Kodikologie und Buchwissenschaft sind wichtige und vielbeachtete Nachbardisziplinen. Es gibt zahlreiche Studien, die die Bedeutung des Materials, der Wahl des Schreibgerätes und der Bedingungen der Textproduktion sprachhistorisch belegen (vgl. z. B. zu Feder- und Griffelglossen - [[#glaser-nievergelt|Glaser – Nievergelt 2009]]). Sprachliche Auswirkungen auf den Unterschied zwischen konzeptuell-handschriftlichem Schreiben und dem geplanten Druck als endgültigem &#039;Produkt&#039; sind für die Frühe Neuzeit gut untersucht (vgl. [[#schulz14|Schulz 2014]]). Untersuchungen widmen sich aber nicht nur handschriftlichen oder gedruckten Texten, sondern auch inschriftlichen Texten ([[#schmid|Schmid 1989]], [[#schulz11|Schulz 2011]]). In letzter Zeit sind Studien u. a. zur Texten auf Votivtafeln ([[#lindner-kuerschner|Lindner – Kürschner 2018]]), Grabsteinen ([[#balbach|Balbach 2014]]) und Globen ([[#lindner|Lindner 2020]]) erschienen. Historische Städte als Ganzes werden schließlich als „beschriebene” Räume verstanden, deren Schriftlichkeit hinsichtlich ihrer Materialität, ihrer Formen, ihrer kommunikativen Funktionen und ihrer Sichtbarkeit ausgewertet werden (vgl. [[#opdenhoff|Opdenhoff 2021]]). &lt;br /&gt;
Die Erschließung der Inschriften erfolgt über das Langfristprojekt „Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit”. Ein Band zum Ortspunkt Greifswald ist bereits erschienen ([[#herold-magin|Herold – Magin 2009]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... notieren wir das betextete Material mit Kategorien wie &#039;&#039;Papier, Pergament, Stein, Holz&#039;&#039; und &#039;&#039;Bronze&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterteilen in:&lt;br /&gt;
[[:Handschrift|Handschriften]], [[:Druck|Drucke]] und [[:Inschrift|Inschriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bisher wurden folgende Stoffe und Materialien, auf denen Inschriften ein- oder aufgetragen wurde, kategorisiert:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Materialität]]&lt;br /&gt;
|format=ul}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bisher wurden folgende Objekte, die mit Texten versehen wurden, kategorisiert:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{#ask:&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Objektart]]&lt;br /&gt;
 |format=tree&lt;br /&gt;
 |parent=Hat Überkategorie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;balbach&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Balbach, A.-M. (2014). Sprache und Konfession: Frühneuzeitliche Inschriften zum Totengedächtnis in Bayrisch-Schwaben. Würzburg: Königshausen &amp;amp; Neumann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;glaser-nievergelt&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Glaser, E., &amp;amp; Nievergelt, A. (2009). Griffelglossen. In R. Bergmann &amp;amp; S. Stricker (Hrsg.), Die althochdeutsche und altsächsische Glossographie (S. 202–229). Berlin – New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;herold-magin&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Herold, J., &amp;amp; Magin, C. (2009). Die Inschriften der Stadt Greifswald (DI. 77). Wiesbaden: Harrassowitz. https://www.inschriften.net/greifswald.html (Abrufdatum: 16. Mai 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;lindner-kuerschner&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Lindner, B., &amp;amp; Kürschner, S. (2018). Konfessionelle Textsorten? Sprachhistorische Untersuchungen zu frühneuzeitlichen Votivtafeln aus Sammarei (Niederbayern). Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 9, 290–306. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;lindner&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Lindner, B. (2020). Die Sprache des Behaim-Globus – Sprachwissenschaftliche Überlegungen zu Quellen, Schreibung und Handschrift. Sprachwissenschaft, 45(1), 49–67. Heidelberg: Springer.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Zeitschnitte&amp;diff=13009</id>
		<title>Zeitschnitte</title>
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		<updated>2025-04-08T16:20:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Lebensweltliche Zusammenhänge III|page-subtitle=Zeitpunkt und Zeitraum|page-text=&lt;br /&gt;
Sprachliches Handeln findet stets in Zeit und Raum statt. &#039;&#039;&#039;Zu jedem Schreibanlass und zu jeder Sprachhandlung gibt es einen Zeitpunkt, an dem ein Text verfasst wird und/oder an dem er materiell angebracht wird.&#039;&#039;&#039; Die Nennung des jeweiligen Datums ist sogar oft fester Bestandteil der Texte selbst: Tagesgenau etwa bei Briefen, Urkunden oder Sterbevermerken, jahresgenau z. B. bei vielen Drucken. Häufig muss die Datierung eines Textes aber auch mithilfe von textinternen und textexternen Anhaltspunkten für einen Zeitraum rekonstruiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für die Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... ist Zeit eine Kategorien, die in der Bestimmung von sprachlichen Äußerungen stets relevant ist. Sprachlicher Wandel und sprachliche Kontinuitäten sind nur im Verlauf der Zeit bestimmbar, deshalb ist sind relevante Untersuchungsbereiche zum Sprachwandel, zu sprachlicher Stabilität und Variabilität zeitabhängig (vgl. [[#elspaß|Elspaß 2017: 87f]]). Jede Beschreibung von Sprache muss daher offenlegen, zu welchem Zeitpunkt, für welchen Zeitschnitt oder Zeitraum die Befunde erhoben werden und die Ergebnisse Geltung beanspruchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... nutzt Angaben zur Zeit grundlegend für die Setzung von Sprachstufen und die Periodisierung der Sprachgeschichte ([[#roelcke|Roelcke 1995]]; [[#baer|Bär 2019]]). Jede Sprachgeschichtsschreibung nimmt eine zeitliche Einteilung ihres Gegenstands vor. Die sprachhistorischen Referenzkorpora (z. B. [[#ren|ReN]] und [[#ref|ReF]]) ordnen ihre Texte und ihre Befunde in Zeitschnitten an (vgl. z. B. [[#peters-nagel|Peters – Nagel 2014]]; [[#barteld|Barteld – Dreessen – Ihden – Schröder 2019]]). Sprachhistorische Atlasprojekte verfahren ebenso und entwickeln dabei elaborierte graphische Formate, um Befunde auf einen Blick für definierte Zeiträume darstellen zu können (vgl. [[#peters|Peters 2017]]). Monographien nennen zusätzlich zum gewählten sprachlichen Gegenstand nicht selten schon im Titel des Werks den geschichtlichen Zeitraum, für den die Befunde ausgewertet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... notieren wir den genauen Zeitpunkt der Texterstellung, soweit er bekannt ist. Wir ordnen die Texte zusätzlich Zeitschnitten in 50-Jahres-Schritten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vergleichbarkeit notieren wir auch die Zeitschnitte der relevanten Referenzkorpora ReN (I–VIII) und ReF (I–VI):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TableZeitschnitt}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;padding-top:1em; padding-bottom: 0.5em; letter-spacing: 0.25em; font-weight: bold; font-size: 1.5rem&amp;quot;&amp;gt;Datierung&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#compound_query: [[Kategorie:Handschrift]] ;?Datierung#MEDIAWIKI&lt;br /&gt;
|[[Kategorie:Druck]] ;?Datierung#MEDIAWIKI&lt;br /&gt;
|order=descending&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;baer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Bär, J. A. (2019). Deutsch und Vordeutsch – sprachhistorische Daten und Fakten. In J. A. Bär, A. Lobenstein-Reichmann &amp;amp; J. Riecke (Hrsg.), Handbuch Sprache in der Geschichte (S. 105–132). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;barteld&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Barteld, F., Dreessen, K., Ihden, S., &amp;amp; Schröder, I. (2019). Analyse syntaktischer Phänomene mit dem Referenzkorpus Mittelniederdeutsch / Niederrheinisch (1200–1650). Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 10, 261–281. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;elspaß&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Elspaß, S. (2017). Sprachvariation und Sprachwandel. In E. Neuland &amp;amp; P. Schlobinski (Hrsg.), Handbuch Sprache in sozialen Gruppen (S. 87–107). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Peters, R. (2017). Atlas spätmittelalterlicher Schreibsprachen des niederdeutschen Altlandes und angrenzender Gebiete (ASnA), I–II. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters-nagel&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Peters, R., &amp;amp; Nagel, N. (2014). Das digitale ‚Referenzkorpus Mittelniederdeutsch / Niederrheinisch (ReN)‘. Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 5, 165–175.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;roelcke&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Roelcke, T. (1995). Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte: Analysen und Tabellen. Berlin – New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Orte&amp;diff=13008</id>
		<title>Orte</title>
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		<updated>2025-04-08T16:10:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Lebensweltliche Zusammenhänge II|page-subtitle=Ortspunkt und geographischer Raum|page-text=&lt;br /&gt;
Sprachliches Handeln findet stets in Raum und Zeit statt. &#039;&#039;&#039;Zu jedem Schreibanlass und zu jeder Sprachhandlung gibt es einen geographischen Ortspunkt, an dem ein Text verfasst wird und/oder an dem er materiell angebracht wird.&#039;&#039;&#039; Die Nennung des jeweiligen Ortsnamens ist sogar oft fester Bestandteil der Texte selbst, etwa bei Urkunden, die den Ausstellungsort nennen oder bei Drucken, die den Ort der Offizin benennen. &#039;&#039;&#039;Häufig muss die Lokalisierung eines Textes aber auch mithilfe von textinternen und textexternen Anhaltspunkten für einen geographischen Raum rekonstruiert werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für die Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind Raum und Zeit sind Kategorien, die in der Bestimmung von sprachlichen Äußerungen stets relevant sind. Jede Beschreibung von Sprache muss daher offenlegen, für welchen geographischen Raum die Befunde erhoben werden und die Ergebnisse Geltung beanspruchen. Die Areallinguistik, die Variablenlinguistik, die Varietätenlinguistik und die Dialektologie benötigen Daten zur Verortung von Sprache für die Erstellung von Sprachkarten ([[#kehrein|Kehrein – Vorberger 2018: 125–150]]; [[#bubenhofer|Bubenhofer 2020: 141-151]]), die Konturierung von Sprachräumen und ihre Dokumentation in Wörterbüchern und Sprachatlanten. Die Soziolinguistik untersucht Variation und Wandelprozesse in Alltagssprachen mit Bezug auf einzelne Ortspunkte (vgl. [[#elspaß|Elspaß 2017: 87–107]]). Die Raumlinguistik und Linguistic Landscape-Studien befassen sich damit, wie geographische und imaginierte Orte versprachlicht werden und wie Räume sprachlich konstruiert werden (vgl. [[#schwebler|Schwebler 2024]]). In der Diskurslinguistik werden Placemaking-Studien zu diesem Bereich durchgeführt (vgl. [[#busse|Busse – Warnke – Smith 2020]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... nutzt Angaben zum Raum für die soziopragmatische Einordnung von historischen Texten, für die variablenlinguistische Beschreibung von historischen Schreibsprachenlandschaften, zur Erstellung von Sprachatlanten, zur Konturierung von Sprache an Ortspunkten und zur Bestimmung von Stadtsprachen (vgl. grundsätzlich [[#peters|Peters 2017]] sowie beispielhaft [[#bieberstedt|Bieberstedt 2015]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... notieren wir die Orte der Textproduktion der ausgewählten Texte. Wir notieren auch darüber hinaus explizite Ortsnennungen in den Texten, um inhaltliche Verbindungen zwischen einzelnen Texten zu dokumentieren und soziopragmatische Einordnungen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&amp;lt;span id=&amp;quot;bieberstedt&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Bieberstedt, A. (2015). Variablenlinguistische Beobachtungen zu den mittelniederdeutschen Schreibsprachen des südlichen Ostseeraumes am Beispiel von Wismar und Stralsund. Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 6, 88–115.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;bubenhofer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Bubenhofer, N. (2020). Visuelle Linguistik (S. 141–151). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;busse&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Busse, B., Warnke, I. H., &amp;amp; Smith, J. (2020). Place-Making in the Declarative City. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;elspaß&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Elspaß, S. (2017). Sprachvariation und Sprachwandel. In E. Neuland &amp;amp; P. Schlobinski (Hrsg.), Handbuch Sprache in sozialen Gruppen (S. 87–107). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;kehrein&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Kehrein, R., &amp;amp; Vorberger, L. (2018). Dialekt- und Variationskorpora. In M. Kupietz &amp;amp; T. Schmidt (Hrsg.), Korpuslinguistik (S. 125–150). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Peters, R. (2017). Atlas spätmittelalterlicher Schreibsprachen des niederdeutschen Altlandes und angrenzender Gebiete (ASnA), I–II. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schwebler&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schwebler, M. (2024). Sprachliches Place-Making: Eine sprachwissenschaftliche Analyse der diskursiven Konstruktion von Wissen über Raum. Heidelberg: Universitätsverlag Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;tabber&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-|Orte der Textproduktion=&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Lokalisierung]][[Koordinaten::+]][[Ist Erwaehnter Ort::wahr]]&lt;br /&gt;
|?Koordinaten&lt;br /&gt;
|?Lokalisierung&lt;br /&gt;
|format=leaflet&lt;br /&gt;
|markercluster=on&lt;br /&gt;
|limit=5000&lt;br /&gt;
|height=600px&lt;br /&gt;
|headers=plain&lt;br /&gt;
|enablefullscreen=yes &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-|Aufbewahrungsorte=&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Lokalisierung]][[Koordinaten::+]][[Ist Aufbewahrungsort::wahr]]&lt;br /&gt;
|?Koordinaten&lt;br /&gt;
|?Lokalisierung&lt;br /&gt;
|format=leaflet&lt;br /&gt;
|markercluster=on&lt;br /&gt;
|limit=5000&lt;br /&gt;
|height=600px&lt;br /&gt;
|headers=plain&lt;br /&gt;
|enablefullscreen=yes &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-|Druckorte=&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Lokalisierung]][[Koordinaten::+]][[Ist Druckort::wahr]]&lt;br /&gt;
|?Koordinaten&lt;br /&gt;
|?Lokalisierung&lt;br /&gt;
|format=leaflet&lt;br /&gt;
|markercluster=on&lt;br /&gt;
|limit=5000&lt;br /&gt;
|height=600px&lt;br /&gt;
|headers=plain&lt;br /&gt;
|enablefullscreen=yes &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-|Schreiborte=&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Lokalisierung]][[Koordinaten::+]][[Ist Schreibort::wahr]]&lt;br /&gt;
|?Koordinaten&lt;br /&gt;
|?Lokalisierung&lt;br /&gt;
|format=leaflet&lt;br /&gt;
|markercluster=on&lt;br /&gt;
|limit=5000&lt;br /&gt;
|height=600px&lt;br /&gt;
|headers=plain&lt;br /&gt;
|enablefullscreen=yes &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/tabber&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot; id=&amp;quot;Orte&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Orte===&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:9.2%; margin-right:9.2%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;container-fluid style=&amp;quot;width:80%; margin:auto&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;col-md-6 col-sm-12&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;Orte der Textproduktion&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|ErwaehnungenOrte|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;col-md-6 col-sm-12&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;Aufbewahrungsorte&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Aufbewahrung|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;col-md-6 col-sm-12&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;Druckorte&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Druckort|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;col-md-6 col-sm-12&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;Schreiborte&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Schreibort|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Akteure-Institutionen&amp;diff=13007</id>
		<title>Akteure-Institutionen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Akteure-Institutionen&amp;diff=13007"/>
		<updated>2025-04-08T16:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Lebensweltliche Zusammenhänge I|page-subtitle=Akteure der Schriftlichkeit und im Text genannte Personen|page-text=Sprache und soziales Handeln stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang, denn &#039;&#039;&#039;Personen bedienen sich ihrer Sprache, um damit etwas zu erreichen. Ohne Personen gibt es keine Texte. Sie prägen mit ihrem Sprachwissen die Gestaltung der Texte und mit ihrem Sachwissen deren Inhalt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... wird zwischen Artefakten und Texten unterschieden: Artefakte sind „Dinge, auf denen etwas geschrieben steht” ([[#dietrich|Dietrich – Lieb – Schneidereit 2023: 15]]). Sie sind Textträger, auf ihnen sind Texte überliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle handelnden Personen im Kontext der Planung von Texten und der Erstellung von Artefakten können als &#039;&#039;&#039;Akteure der Schriftlichkeit&#039;&#039;&#039; bezeichnet werden. Diese Rollen lassen sich weiter differenzieren: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteure am Text&#039;&#039;&#039; stehen für die geistig-textuelle Planung und Ausführung: Es sind Auftraggeber von Texten, Verfasser/Kompilatoren von Texten oder auch die eigentlichen Autoren von Texten. Als Akteure am Text können insofern Einzelpersonen (z. B. ein Bürger der Stadt (als textkonzeptionierender Auftraggeber eines Textes), ein Autor eines Textes) oder auch Institutionen (z. B. der Rat, die juristische Fakultät (als textkonzeptionierende Auftraggeber eines Textes)) bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteure am Artefakt&#039;&#039;&#039; stehen hingegen für die einzelnen Stufen der materiellen Überarbeitung und Ausführung eines Textes. Als Akteure am Artefakt können z. B. ausführende Kanzleischreiber, Setzer, Drucker oder Steinmetze bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materielle Ausführung eines Artefaktes kann in Stufen erfolgen und dabei entweder handschriftlich bleiben (z. B. Konzept(e), Reinschrift, Abschrift) oder seit dem 15./16. Jahrhundert auch in den Druck übergehen (z. B. Konzept(e), Setzervorlage, Druckexemplare). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Rollen – Akteur am Text und Akteur am Artefakt – können in einer Person zusammenfallen, wenn z. B. ein Baumeister des 15. Jahrhunderts einen Text (als Akteur am Text) selbst verfasst und diesen anschließend (als Akteur am Artefakt) in der eigenen Offizin druckt. Die einzelnen Rollen können aber auch von unterschiedlichen Personen ausgeführt werden: So kann ein Kanzleischreiber (als Akteur am Artefakt) z. B. den von einem Akteur am Text geplanten (und mündlich oder schriftlich als Konzept fixierten) Text schriftlich niederlegen und (ggf. nach Korrekturgängen) endgültig ausfertigen. In einer Offizin stehen Setzer und Drucker (als Akteure am Artefakt) für das gedruckte Produkt des Textproduzenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind alle hier genannten Rollen von Akteuren relevant. In günstigen Überlieferungsfällen lassen sich durch eine differenzierte Betrachtung wichtige Rückschlüsse z. B. zu textuellen Strategien, zu variablenlinguistischen Fragestellungen, sprachlichen Vereinheitlichungen, zum Schreibsprachenwechsel in einer Stadt und zu weiteren Aspekten der Kanzlei- und Druckersprachen ziehen (vgl. [[#fujii|Fujii 2007]]; [[#huffines|Huffines 1974]]; [[#stöwer|Stöwer 2002]]; [[#schulz|Schulz 2014]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... referieren wir den Kenntnisstand zu Akteuren am Text und Akteuren am Artefakt der ausgewählten Texte. Wir notieren auch darüber hinaus explizite Personennennungen in den Texten (in Auswahl), um inhaltliche Verbindungen zwischen einzelnen Texten zu dokumentieren und soziopragmatische Einordnungen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation= &amp;lt;span id=&amp;quot;#dietrich&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Dietrich, N., Lieb, L., &amp;amp; Schneidereit, N. (Hrsg.). (2023). Theorie und Systematik materialer Textkulturen. Abschlussband des SFB 933. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;fujii&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Fujii, A. (2007). Günther Zainers druckersprachliche Leistung: Untersuchungen zur Augsburger Druckersprache im 15. Jahrhundert. Tübingen: Niemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;huffines&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Huffines, M. L. (1974). Sixteenth-century printers and standardization of new high German. Journal of English and Germanic Philology, 73, 60–72.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;stöwer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Stöwer, U. (2002). Zur Lemgoer Stadtsprache des 16. Jahrhunderts am Beispiel des Stadtschreibers Heinrich Wippermann. Ein Beitrag zur Erforschung des niederdeutsch-hochdeutschen Sprachwechsels im Weserraum. Philologia, 38, Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schulz&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schulz, M. (2014). Deutsch in Handschrift und gedrucktem Buch im 15. und 16. Jahrhundert. In L. Korn, B. Hoffmann &amp;amp; S. Stricker (Hrsg.), Aus Buchwerkstatt und Bibliothek. Manuskriptkulturen des Mittelalters in Orient und Okzident (S. 271–304). Bamberg: University of Bamberg Press.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot; id=&amp;quot;Textproduzenten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Akteure am Text===&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot;&amp;gt;Verfasser&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:9.2%; margin-right:9.2%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;container-fluid style=&amp;quot;width:80%; margin:auto&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Verfasser|3}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot;&amp;gt;Auftraggeber&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:9.2%; margin-right:9.2%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;container-fluid style=&amp;quot;width:80%; margin:auto&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Hat Akteur|3}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot; id=&amp;quot;Akteure der Schriftlichkeit&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Akteure am Artefakt===&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:9.2%; margin-right:9.2%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;container-fluid style=&amp;quot;width:80%; margin:auto&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;row&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;col-4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot;&amp;gt;Drucker&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Hat Drucker|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;col-4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot;&amp;gt;Schreiber&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Hat Schreiber|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;col-4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;h4 style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot;&amp;gt;Steinmetze&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|Hat Steinmetz|12}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%; margin-top:1.5%&amp;quot; id=&amp;quot;imTextgenanntePersonen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Im Text genannte Personen===&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9; margin-bottom:1.5%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:9.2%; margin-right:9.2%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;container-fluid style=&amp;quot;width:80%; margin:auto&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div class=&amp;quot;row d-flex align-items-stretch&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:UniquePropertyValuesCards|wrapValuesInDivs|ErwaehnungenPersonen|3}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
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		<title>Sprachen</title>
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		<updated>2025-04-08T16:02:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Sprachen der Texte|page-text=&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache ist das für Menschen spezifische Kommunikationsmittel&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;Als Einzelsprache ist sie an eine Sprachgemeinschaft und ihre Kommunikationsereignisse, den geographischen Raum und die Zeit gebunden&#039;&#039;&#039; (vgl. [[#metzler|Metzler-Lexikon Sprache 2016: 637]]). &#039;&#039;&#039;Wird sie von Kindern als erste Sprache erworben, gilt sie als deren Erstsprache oder Muttersprache. In historischer Sicht ist Sprache – und sind Sprachen – im europäischen Raum in handschriftlich geschriebenen, in eingeritzten, gemeißelten, gravierten, gegossenen, gemalten (...) und seit dem 15./16. Jahrhundert auch in gedruckten Texten überliefert.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im historischen Greifswald wurde als Erstsprache – wie überall im Norden des deutschen Sprachgebiets – volkssprachig niederdeutsch gesprochen und geschrieben. Hochdeutsch galt als fremde Sprache, die abhängig von Situationen und Kenntnissen verwendet werden konnte (z. B. von Kaufleuten bei Handelskontakten in anderen Gebieten und in weiteren Sprachkontaktsituationen) ([[Stadt- und Sprachgeschichte Greifswalds|&amp;lt;span&amp;gt;Stadt- und Sprachgeschichte Greifswalds&amp;lt;/span&amp;gt;]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ganzen norddeutschen Raum wurde das Hochdeutsche im 16. Jahrhundert in unterschiedlichen sprachlichen Domänen zu einer Prestigesprache. In einigen Bereichen wurde es daher erst auch und neben der niederdeutschen Erstsprache verwendet, in einigen Bereichen sogar bald ausschließlich anstelle des Niederdeutschen. Es kam dabei zu sprachlichen Interferenzen, zu volkssprachiger Mehrsprachigkeit und zu (zunächst partiellen, später vollständigen) Sprachwechselprozessen ([[Stadt- und Sprachgeschichte Greifswalds|&amp;lt;span&amp;gt;Stadt- und Sprachgeschichte Greifswalds&amp;lt;/span&amp;gt;]]). Sprecherinnen und Sprecher konnten die Sprachwechselprozesse beobachten und haben bisweilen ihre Ansichten und Spracheinstellungen in Texten festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... untersucht historische Sprachwechselprozesse von Niederdeutsch zu Hochdeutsch in Texten als Schreibsprachenwechsel mit vielfältigen Übergangsbereichen (vgl. [[#peters|Peters 2015: 25ff]]). Die Prozesse umfassen aber nicht nur die in Texten sichtbare Schreibung und – überwiegend als Voraussetzung – die Lautung der Wörter mit Konsonanten und Vokalen (z. B. niederdeutsch: &#039;&#039;dat Hus&#039;&#039;, hochdeutsch: &#039;&#039;das Haus&#039;&#039;), sondern auch weitere sprachsystematische Ebenen wie die Wortbildung (z. B. niederdeutsch: &#039;&#039;[[ver]]tellen&#039;&#039;, hochdeutsch: &#039;&#039;[[er]]zählen&#039;&#039;), die Flexion (z. B. niederdeutsch: &#039;&#039;wi mak[[et]]&#039;&#039;, hochdeutsch: &#039;&#039;wir mach[[en]]&#039;&#039;) oder den Satzbau (z. B. niederdeutsch: &#039;&#039;[[da]] horet ... [[to]]&#039;&#039;, hochdeutsch: &#039;&#039;[[dazu]] gehört&#039;&#039; ...). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die deutsche Sprachgeschichte ist diese Entwicklung im gesamten Norden des deutschen Sprachgebiets eine der zentralen Entwicklungen im 16. Jahrhundert: Es ist &#039;&#039;&#039;„die größte Sprachumstellung unserer Geschichte“&#039;&#039;&#039; ([[#besch|Besch 1995: 242]]) und ein &amp;quot;&#039;&#039;&#039;entscheidender Schritt zur Entstehung einer deutschen Standardsprache&#039;&#039;&#039;” ([[#mihm|Mihm 2022: 16]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... klassifizieren wir die Sprache der ausgewählten Texte. Wir unterscheiden dabei – unabhängig von genauer kategorisierenden Sprachstufenbeschreibungen wie z. B. &#039;&#039;mittelniederdeutsch, neuniederdeutsch, frühneuhochdeutsch, norddeutsch&#039;&#039; – aus arbeispraktischen Gründen lediglich &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;niederdeutsch&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;hochdeutsch&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Erkannte sprachliche Interferenzphänomene (und auch Verdachtsmomente) zeichnen wir als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Sprachmischung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; aus, dabei geben wir jeweils die Sprache an, die unserer Meinung nach überwiegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&amp;lt;span id=&amp;quot;besch&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; Besch, W. (1995). Sprachprobleme in Münster im Jahre 1533. In J. Cajot, L. Kremer &amp;amp; H. Niebaum (Hrsg.), Lingua Theodisca. Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft. Jan Goossens zum 65. Geburtstag (S. 241–253). Münster – Hamburg: Lit Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;metzler&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; Glück, H., &amp;amp; Rödel, M. (Hrsg.). (2016). Metzler-Lexikon Sprache (5. Aufl.). Stuttgart: Metzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;Mihm&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; Mihm, A. (2022). Sprachenvielfalt und kontaktbedingter Wandel. Zum Erkenntniswert der Greifswalder Sprachgeschichte. In M. Schulz &amp;amp; L. Kütt (Hrsg.), Sprachgeschichte vor Ort. Stadtsprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Ortspunkt und Sprachraum (S. 1–34) (Germanistische Bibliothek, Bd. 74). Heidelberg: Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; Peters, R. (2015). Zur Sprachgeschichte des norddeutschen Raumes. Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 6, 18–36. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Sprachen===&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mainHeading&amp;quot; style=&amp;quot;width:50%; margin-left:auto; margin-right:auto&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div class=&amp;quot;col text-center&amp;quot; style=&amp;quot;border-right: 1px solid #d9d9d9;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hochdt.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;col text-center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Niederdt.]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;hr style=&amp;quot;border-top:1px solid #d9d9d9&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; width:100%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sprachmischung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- BRAUCHT MAN DAS HIER? NEIN!&lt;br /&gt;
Bisher wurden in diesem Wiki Quellen der folgenden Sprachen erfasst: {{Attributs Werte|Sprache}}&lt;br /&gt;
{{#arrayprint: values |&amp;lt;br/&amp;gt; |@@@@ | &lt;br /&gt;
Texte in: @@@@: {{#ask:[[Kategorie:Text]][[Sprache::@@@@]]}} &lt;br /&gt;
}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Texttypen&amp;diff=13005</id>
		<title>Texttypen</title>
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		<updated>2025-04-08T15:59:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Texttypen|page-text=&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Laufe unseres Lebens haben wir ein Textwissen aufgebaut:&#039;&#039;&#039; Dadurch können wir z. B. gleich nach dem Öffnen eines Briefs vermuten, dass es sich um eine Rechnung handelt. Wir erkennen, ohne zu lesen, dass in der Zeitung ein Gedicht abgedruckt ist. Wir wissen (ungefähr), wie man eine Mail schreibt, eine Kontaktanzeige aufsetzt oder eine Einkaufsliste verfasst. &#039;&#039;&#039;Textwissen bezieht sich auf Regularitäten und sprachliche Muster von Texttypen und -sorten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... werden Texte mit gemeinsamen sprachlichen Merkmalen (z. B. in der Text- und Diskurslinguistik) als Texttypen und Textsorten erforscht. Die Untersuchung von Einzeltexten und ihre Zuordnung zu einer Textsorte oder zu mehreren Textsorten ist lohnend, denn dadurch lassen sich komplexe Muster sprachlicher Kommunikation und die kollektiv verfügbaren sprachlichen Realisierungen kommunikativer Bedürfnisse von Sprecherinnen und Sprechern aufdecken (vgl. [[#metzler|Metzler-Lexikon Sprache 2016: 708f.]]; [[#brinker|Brinker – Cölfen – Pappert 2018]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... nutzt die Untersuchung von Textsorten und Texttypen seit langem intensiv, denn diese stellen (mehr oder weniger) serielle textuelle Lösungen für historische kommunikative Problemstellungen und Schreibanlässe dar. Anhand von Textsorten wie Brief, Testament, Rechnung, Rezept oder Schuldschein verfolgt sie unter anderem das Aufkommen und die Veränderung von Textsorten und ihren sprachlichen Mustern sowie ihre Nutzung durch sprachliche Experten und Laien. Sie hat auch das Verschwinden von einzelnen Textsorten aus der historischen Lebenswelt (vgl. [[#schuster|Schuster 2019: 219–240]]) im Blick. Sie untersucht schließlich die Aufdeckung des Spannungsverhältnisses zwischen sprachlicher Individualität und Variation und dem Befolgen von sprachlichen Musterhaftigkeiten im Sinne einer Modellierung „sprachliche[r] Möglichkeitsräume historischer Schreiberinnen und Schreiber” (vgl. [[#schiegg|Schiegg 2022: 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... weisen wir die ausgewählten Texte in aller Vorsicht historischen Texttypen zu. Wir fragen dazu:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welcher (seriellen, musterhaften) Realisationsform zusammenhängender Einheiten geschriebener Sprache lässt sich das einzelne historische Schriftzeugnis zuordnen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Komplexität des Textes bieten wir dazu mehrere &#039;&#039;&#039;Substantive für Texttypen&#039;&#039;&#039; pro Text an. Sie sind in der Regel abstrahierend formuliert; der Abstraktionsgrad ist (gegenstandsbedingt) variabel. Überarbeitungen sind geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir weisen die Texte außerdem (in Anlehnung an die Kategorisierung im Referenzkorpus ReN, vgl. https://www.slm.uni-hamburg.de/ren/korpus/korpusdesign.html) folgenden Feldern der Schriftlichkeit zu. Sie greifen das &amp;quot;Sinnwelten&amp;quot;-Modell ([[#peters nagel|Kästner – Schütz – Schwitalla 2000: 1605–1623]]) auf und stellen eine Gliederungsmöglichkeit dar, „die eine Beschreibungsebene oberhalb des Textsortenspektrums darstellt&amp;quot; ([[#peters nagel|Peters – Nagel 2014: 167f.]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1._Verwaltung|Verwaltung]]&lt;br /&gt;
* [[2. Recht und Urkunden|Recht und Urkunden]]&lt;br /&gt;
* [[3. Wissensvermittlung|Wissensvermittlung]]&lt;br /&gt;
* [[4. Geistliche Schriftlichkeit (Religion)|Geistliche Schriftlichkeit (Religion]])&lt;br /&gt;
* [[5. Literatur|Literatur]]&lt;br /&gt;
* [[6. Private Schriftlichkeit und Korrespondenz|Private Schriftlichkeit und Korrespondenz]]&lt;br /&gt;
* [[7. Inschrift|Inschriften]]&lt;br /&gt;
* [[8. Sonstiges|Sonstiges]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Bisher wurden folgende Texttypen kategorisiert:&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Texttyp]]|format=table|mainlabel=Texttyp}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;Texttyp mainHeading&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Texttyp]]&lt;br /&gt;
|format=listwidget&lt;br /&gt;
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|limit=1000&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Subpage-citation|page-citation=&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;brinker&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Brinker, K., Cölfen, H., &amp;amp; Pappert, S. (2018). Linguistische Textanalyse. Berlin: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;Kästenr schütz schwitalla&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Kästner, H., Schütz, E., &amp;amp; Schwitalla, J. (2000). Die Textsorten des Frühneuhochdeutschen. In W. Besch et al. (Hrsg.), Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung (2. vollst. neu bearb. und erweiterte Aufl., S. 1605–1623). Berlin – New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;metzler&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Glück, H., &amp;amp; Rödel, M. (Hrsg.). (2016). Metzler-Lexikon Sprache (5. Aufl.). Stuttgart: Metzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters nagel&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Peters, R., &amp;amp; Nagel, N. (2014). Das digitale Referenzkorpus Mittelniederdeutsch / Niederrheinisch (ReN). Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 5, 165–175.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schiegg&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schiegg, M. (2022). Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte: Intraindividuelle Variation in Patientenbriefen (1850–1936) (Germanistische Bibliothek, Bd. 75). Heidelberg: Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schuster&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schuster, B.-M. (2019). Sprachgeschichte als Geschichte von Texten. In J. A. Bär, A. Lobenstein-Reichmann &amp;amp; J. Riecke (Hrsg.), Handbuch Sprache in der Geschichte (S. 219–240). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Texttypen&amp;diff=13004</id>
		<title>Texttypen</title>
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		<updated>2025-04-08T15:58:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Texttypen|page-text=&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Laufe unseres Lebens haben wir ein Textwissen aufgebaut:&#039;&#039;&#039; Dadurch können wir z. B. gleich nach dem Öffnen eines Briefs vermuten, dass es sich um eine Rechnung handelt. Wir erkennen, ohne zu lesen, dass in der Zeitung ein Gedicht abgedruckt ist. Wir wissen (ungefähr), wie man eine Mail schreibt, eine Kontaktanzeige aufsetzt oder eine Einkaufsliste verfasst. &#039;&#039;&#039;Textwissen bezieht sich auf Regularitäten und sprachliche Muster von Texttypen und -sorten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... werden Texte mit gemeinsamen sprachlichen Merkmalen (z. B. in der Text- und Diskurslinguistik) als Texttypen und Textsorten erforscht. Die Untersuchung von Einzeltexten und ihre Zuordnung zu einer Textsorte oder zu mehreren Textsorten ist lohnend, denn dadurch lassen sich komplexe Muster sprachlicher Kommunikation und die kollektiv verfügbaren sprachlichen Realisierungen kommunikativer Bedürfnisse von Sprecherinnen und Sprechern aufdecken (vgl. [[#metzler|Metzler-Lexikon Sprache 2016: 708f.]]; [[#brinker|Brinker – Cölfen – Pappert 2018]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... nutzt die Untersuchung von Textsorten und Texttypen seit langem intensiv, denn diese stellen (mehr oder weniger) serielle textuelle Lösungen für historische kommunikative Problemstellungen und Schreibanlässe dar. Anhand von Textsorten wie Brief, Testament, Rechnung, Rezept oder Schuldschein verfolgt sie unter anderem das Aufkommen und die Veränderung von Textsorten und ihren sprachlichen Mustern sowie ihre Nutzung durch sprachliche Experten und Laien. Sie hat auch das Verschwinden von einzelnen Textsorten aus der historischen Lebenswelt (vgl. [[#schuster|Schuster 2019: 219–240]]) im Blick. Sie untersucht schließlich die Aufdeckung des Spannungsverhältnisses zwischen sprachlicher Individualität und Variation und dem Befolgen von sprachlichen Musterhaftigkeiten im Sinne einer Modellierung „sprachliche[r] Möglichkeitsräume historischer Schreiberinnen und Schreiber” (vgl. [[#schiegg|Schiegg 2022: 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... weisen wir die ausgewählten Texte in aller Vorsicht historischen Texttypen zu. Wir fragen dazu:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welcher (seriellen, musterhaften) Realisationsform zusammenhängender Einheiten geschriebener Sprache lässt sich das einzelne historische Schriftzeugnis zuordnen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Komplexität des Textes bieten wir dazu mehrere &#039;&#039;&#039;Substantive für Texttypen&#039;&#039;&#039; pro Text an. Sie sind in der Regel abstrahierend formuliert; der Abstraktionsgrad ist (gegenstandsbedingt) variabel. Überarbeitungen sind geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir weisen die Texte außerdem (in Anlehnung an die Kategorisierung im Referenzkorpus ReN, vgl. https://www.slm.uni-hamburg.de/ren/korpus/korpusdesign.html) folgenden Feldern der Schriftlichkeit zu. Sie greifen das &amp;quot;Sinnwelten&amp;quot;-Modell ([[#peters nagel|Kästner – Schütz – Schwitalla 2000: 1605–1623]]) auf und stellen eine Gliederungsmöglichkeit dar, „die eine Beschreibungsebene oberhalb des Textsortenspektrums darstellt&amp;quot; ([[#peters nagel|Peters – Nagel 2014: 167f.]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1._Verwaltung|Verwaltung]]&lt;br /&gt;
* [[2. Recht und Urkunden|Recht und Urkunden]]&lt;br /&gt;
* [[3. Wissensvermittlung|Wissensvermittlung]]&lt;br /&gt;
* [[4. Geistliche Schriftlichkeit (Religion)|Geistliche Schriftlichkeit (Religion]])&lt;br /&gt;
* [[5. Literatur|Literatur]]&lt;br /&gt;
* [[6. Private Schriftlichkeit und Korrespondenz|Private Schriftlichkeit und Korrespondenz]]&lt;br /&gt;
* [[7. Inschrift|Inschriften]]&lt;br /&gt;
* [[8. Sonstiges|Sonstiges]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Bisher wurden folgende Texttypen kategorisiert:&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Texttyp]]|format=table|mainlabel=Texttyp}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;Texttyp mainHeading&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Texttyp]]&lt;br /&gt;
|format=listwidget&lt;br /&gt;
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|limit=1000&lt;br /&gt;
|headers=show&lt;br /&gt;
|searchlabel=… further results&lt;br /&gt;
|listtype=unordered&lt;br /&gt;
|widget=alphabet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Subpage-citation|page-citation=&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;brinker&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Brinker, K., Cölfen, H., &amp;amp; Pappert, S. (2018). Linguistische Textanalyse. Berlin: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;Kästenr schütz schwitalla&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Kästner, H., Schütz, E., &amp;amp; Schwitalla, J. (2000). Die Textsorten des Frühneuhochdeutschen. In W. Besch et al. (Hrsg.), Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung (2. vollst. neu bearb. und erweiterte Aufl., S. 1605–1623). Berlin – New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;metzler&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Glück, H., &amp;amp; Rödel, M. (Hrsg.). (2016). Metzler-Lexikon Sprache (5. Aufl.). Stuttgart: Metzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;peters nagel&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Peters, R., &amp;amp; Nagel, N. (2014). Das digitale ‚Referenzkorpus Mittelniederdeutsch / Niederrheinisch (ReN). Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte, 5, 165–175.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schiegg&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schiegg, M. (2022). Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte: Intraindividuelle Variation in Patientenbriefen (1850–1936) (Germanistische Bibliothek, Bd. 75). Heidelberg: Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schuster&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schuster, B.-M. (2019). Sprachgeschichte als Geschichte von Texten. In J. A. Bär, A. Lobenstein-Reichmann &amp;amp; J. Riecke (Hrsg.), Handbuch Sprache in der Geschichte (S. 219–240). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
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		<title>Schreibanlässe</title>
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		<updated>2025-04-08T15:55:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Schreibanlässe|page-text=Sprache und (weiteres) soziales Handeln stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang und überlapppen sich, denn Personen bedienen sich ihrer Sprache, um damit etwas zu erreichen. &#039;&#039;&#039;Für jeden Text gibt es mindestens einen Schreibanlass. Es ist der konkrete historische Sachverhalt, der hinter dem Einzeltext steht und ihn überhaupt erst motiviert hat.&#039;&#039;&#039; Der konkrete Schreibanlass für die Niederschrift eines Texte z. B. am dritten Donnerstag im März des Jahres 1563 kann etwa die Erhebung von Geldforderungen mit der Erstellung einer Rechnung sein. Weitere konkrete Schreibanlässe sind für Personen z. B. der Wille zur Markierung eines erworbenen Eigentums, die Absicht der (rechtssicheren) Fixierung einer Absprache oder die dokumentierende Festlegung eines Verfahrens. Auch konkrete Lebensumstände (wie etwa Internierung, der Tod eines Angehörigen oder der Empfang von Personengruppen) können natürlich konkrete Schreibanlässe (wie z. B. Anzeige eines Todesfalls, Begrüßung von Personengruppen) darstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... werden Schreibanlässe (unter anderem in der Soziolinguistik und der Soziopragmatik) als &#039;&#039;&#039;Ursache der Textproduktion und der sprachlichen Variation&#039;&#039;&#039; genau untersucht und ausgewertet, denn die Sprache kann sich je nach Schreibanlass unterscheiden, z. B. in der Wortwahl, der Wahl der Formulierungen und der sprachlichen Handlungsmuster. ([[#lüdtke|Lüdtke 2019: 18]]; [[#brommer|Brommer 2018: 50]]). Da Sprache in der Regel usuellen Vertextungsmustern auf unterschiedlichen Ebenen (wie der Wortwahl oder des Satzbaus) folgt, werden Schreibanlässe oft abstrahierend zu Typen zusammengefasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... nutzt die Frage nach Schreibanlässen unter anderem für die Untersuchung historischer Personengruppen und ihres Sprachverhaltens sowie für die Untersuchung historischer Textsorten, sprachlicher Variabilität und Innovation in Texten (vgl. [[#elspaß|Elspaß 2005]], [[#schiegg|Schiegg 2022]]), für die Analyse spezifischer textueller Strukturen (vgl. [[#lindner|Lindner 2018]]) und für die Rekonstruktion von historischem Sprachhandlungswissen. Auch dabei werden konkrete Schreibanlass-Einzelfälle zu Typen zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... erheben wir für die ausgewählten Texte möglichst genau die historischen Schreibanlässe. Wir dokumentieren die historischen Einzelfälle soweit möglich nach Ort und Zeitpunkt der Vertextung. Zusätzlich ordnen wir die einzelnen Texte in aller Vorsicht Typen historischer Schreibanlässe zu. Wir fragen dazu:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welcher generalisierbare Sachverhalt hinter dem jeweiligen historischen Einzelfall motiviert die Abfassung eines Textes, mit dem dann z. B. etwas festgestellt, behauptet, bewirkt oder geregelt werden soll?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Komplexität des Textes bieten wir dazu mehrere &#039;&#039;&#039;Substantive für Schreibhanlässe&#039;&#039;&#039; pro Text an. Sie sind in der Regel abstrahierend formuliert; der Abstraktionsgrad ist (gegenstandsbedingt) variabel. Die Reihenfolge der Einträge ist nicht hierarchisch. Überarbeitungen sind geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mainHeading&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#compound_query:&lt;br /&gt;
|[[Kategorie:Druck]][[Schreibanlass::+]]; &lt;br /&gt;
|[[Kategorie:Handschrift]][[Schreibanlass::+]];&lt;br /&gt;
|[[Kategorie:Inschrift]][[Schreibanlass::+]];&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mainHeading&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Kategorie:Schreibanlass]] &lt;br /&gt;
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|searchlabel=… further results&lt;br /&gt;
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|widget=alphabet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&amp;lt;span id=&amp;quot;brommer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Brommer, S. (2018). Sprachliche Muster. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;elspaß&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Elspaß, S. (2005). Sprachgeschichte von unten (RGL, Bd. 263). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;lindner&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Lindner, B. (2018). Medizinische Gutachten des 17. und 18. Jahrhunderts. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;lüdtke&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Lüdtke, J. (2019). Romanistische Linguistik. Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schiegg&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schiegg, M. (2022). Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte: Intraindividuelle Variation in Patientenbriefen (1850–1936) (Germanistische Bibliothek, Bd. 75). Heidelberg: Winter.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtsprachen.kallimachos.de/index.php?title=Sprachhandlungen&amp;diff=13002</id>
		<title>Sprachhandlungen</title>
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		<updated>2025-04-08T15:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DiDomenico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Vorlage:subpage-text|page-title=Sprachhandlungen|page-text=Sprache und (weiteres) soziales Handeln stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang zueinander und überlappen sich, denn &#039;&#039;&#039;Personen bedienen sich ihrer Sprache, um damit etwas zu erreichen&#039;&#039;&#039;: Mit Sprache &#039;&#039;informieren&#039;&#039; sie zum Beispiel und &#039;&#039;behaupten&#039;&#039; etwas (z. B.: „&#039;&#039;Stadtsprachen vor Ort&#039;&#039; ist eine stadtsprachgeschichtliche Wissenplattform”), mit Sprache &#039;&#039;vereinbaren&#039;&#039; sie etwas (z. B.: „Okay, dann bis um 12 am Marktplatz!”), mit Sprache &#039;&#039;verabschieden&#039;&#039; sie sich (z. B.: „Tschüss!”).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man etwas äußert, handelt man also sprachlich&#039;&#039;&#039;. Solche Sprachhandlungen werden in mündlichen Äußerungen, aber auch schriftlich in  einzelnen Äußerungen, in Sätzen und in ganzen Texten realisiert. Beispiele aus dem Bereich der Politik sind etwa: „ein Parlament, ein Komitee, eine Arbeitsgruppe auflösen; ein Votum abgeben; ein Veto einlegen; von einem Amt zurücktreten; jmdn. als Kandidaten nominieren; jmdn. ernennen; jmdn. von einem Amt suspendieren” ([[#holly|Holly 2017: 6]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Sprachwissenschaft&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beschäftigt sich schon lange und in diversen Teildisziplinen (wie z. B. der Textlinguistik, der Diskurslinguistik, der Gesprächsforschung, der Soziolinguistik und der Pragmatik) intensiv mit Sprachhandlungen, die sie auf gesprochene und geschriebene Sprache und auf Äußerungen, Gespräche, Sätze und auf Texte bezieht (vgl. [[#polenz|von Polenz 1980: 12–15]]; [[#feilke|Feilke 2000: 64–82]]). Sprachhandlungen folgen &amp;quot;konventionellen Regeln&amp;quot; und können daher von Sprachteilnehmerinnen und -teilnehmern identifiziert werden ([[#steinbauer|Steinbauer 1989: 44]]). Textsorten werden nicht selten als &amp;quot;konventionell geltende Muster für komplexe sprachliche Handlungen&amp;quot; beschrieben (vgl. [[#brinker|Brinker 2010: 136]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Sprachgeschichtsforschung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... ist die Betrachtung von Sprachhandlungen fest verankert: Die Analyse historischer sprachlicher Handlungen und ihrer Typisierungen spielt in der Beschreibung, Analyse und Interpretation historischer Texte (und Textsorten) eine große Rolle (vgl. [[#schuster|Schuster 2019: 226]]; [[#steinbauer|Steinbauer 1989: 44]]). Jüngere Monographien untersuchen intensiv das Spannungsfeld zwischen kollektivem und individuellem sprachlichen Handeln, beispielsweise in historischen Patientenbriefen (vgl. [[#schiegg|Schiegg 2022]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für „Historische Stadtsprachen vor Ort”&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... ordnen wir die ausgewählten Texte in aller Vorsicht historischen Sprachhandlungen zu. Wir fragen dazu: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Was will ein Akteur z. B. auslösen, bewirken, fixieren oder erreichen, indem er sprachlich kommuniziert?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Komplexität des Textes bieten wir dazu mehrere &#039;&#039;&#039;Sprachhandlungsverben&#039;&#039;&#039; pro Text an. Sie sind in der Regel abstrahierend formuliert; der Abstraktionsgrad ist (gegenstandsbedingt) variabel. Auch aus unserer Sicht nachgeordnete oder unsichere Sprachhandlungen führen wir auf. Überarbeitungen sind geplant. Die Reihenfolge der Einträge ist nicht hierarchisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Textkenntnis führt zu genaueren Zuordnungen; die Daten werden daher fortlaufend erweitert und korrigiert. Für Hinweise sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mainHeading&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bisher wurden Sprachhandlungen mit folgenden Sprachhandlungsverben kategorisiert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul id=&amp;quot;sprachhandlungen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Sprachhandlung]]&lt;br /&gt;
|?Hat Sortierschlüssel&lt;br /&gt;
|format=plainlist&lt;br /&gt;
|link=none&lt;br /&gt;
|limit=1550&lt;br /&gt;
|template=ListWidget&lt;br /&gt;
|sort=Hat Sortierschlüssel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{subpage-citation|page-citation=&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;brinker&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Brinker, K. (2010). Linguistische Textanalyse: Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden (7. Aufl.). Berlin: Erich Schmidt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;feilke&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Feilke, H. (2000). Die pragmatische Wende der Textlinguistik. In K. Brinker, G. Antos, W. Heinemann &amp;amp; S. F. Sager (Hrsg.), Text- und Gesprächslinguistik (S. 64–82). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;holly&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Holly, W. (2017). Sprachhandlung und Sprachhandlungsmuster. In K. S. Roth, M. Wengeler, A. Ziem &amp;amp; W. Holly (Hrsg.), Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft (S. 3–21). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;polenz&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;von Polenz, P. (1980). Wie man über Sprache spricht. Mannheim – Wien – Zürich: Dudenverlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schiegg&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schiegg, M. (2022). Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte: Intraindividuelle Variation in Patientenbriefen (1850–1936) (Germanistische Bibliothek, Bd. 75). Heidelberg: Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;schuster&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Schuster, B.-M. (2019). Sprachgeschichte als Geschichte von Texten. In J. A. Bär, A. Lobenstein-Reichmann &amp;amp; J. Riecke (Hrsg.), Handbuch Sprache in der Geschichte (S. 219–240). Berlin – Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;steinbauer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Steinbauer, B. (1989). Rechtsakt und Sprechakt: Pragmalinguistische Untersuchungen zu deutschsprachigen Urkunden des 13. Jahrhunderts (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft. Germanistische Reihe, Bd. 36). Innsbruck: Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DiDomenico</name></author>
	</entry>
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